St. Adalbert-Kapelle – ein Ort der Pilgerfahrten und Geschichte
Die Kapelle auf dem St. Adalbert-Hügel hat eine reiche Geschichte, die bis ins 14. oder 15. Jahrhundert zurückreicht. Die erste Erwähnung findet sich in einem Inventar der Güter der Bischöfe von Włocławek aus dem Jahr 1645. Das Gebäude wurde mehrfach renoviert – 1575 und dann 1880. Im 19. Jahrhundert wurde die Kapelle von einem Friedhof umgeben. Früher wurde ihr Standort mit Legenden über die Aufbewahrung des Leichnams des heiligen Adalbert in Verbindung gebracht.
Im 17. Jahrhundert wurde die Kapelle zu einem Ort der Pilgerfahrten, die von den Jesuiten aus den Alten Schotten organisiert wurden. Jedes Jahr am 23. April, am Festtag des heiligen Adalbert, versammelten sich hier die Gläubigen.
Die Kapelle hat einen einschiffigen Grundriss mit den Maßen 7,5 x 6 Meter. Der untere Teil des Tempels wurde aus gotischem Backstein gebaut, der obere Teil aus preußischer Mauer. Das Dach ist mit einem Türmchen gekrönt, und das Innere ist mit einer flachen Decke bedeckt. Der Mittelpunkt der Kapelle ist der Altar mit einer Statue des heiligen Adalbert aus dem 18. Jahrhundert und einem Reliquiar in Form einer Monstranz, das die Reliquien des Heiligen enthält, die 1953 dank der Bemühungen von Primas Stefan Wyszyński hierher gebracht wurden. Diese Reliquien stammen aus dem Warschauer Visitationskloster, wo sie sich zuvor im Besitz von Königin Ludwika Maria, der Frau von Władysław IV. und Jan Kazimierz, befanden.
1953 wurde das Innere der Kapelle mit Gemälden von Edmund Sztyfler geschmückt, die Szenen aus dem Leben des heiligen Adalbert darstellen.
