Marienkirche Konkathedrale Basilika in Danzig
Die Konkatedrale Basilika Mariä Himmelfahrt, auch bekannt als Marienkirche, ist die historische Pfarrkirche der Rechtstadt in Danzig, oft als „Krone Danzigs“ bezeichnet. Sie diente von 1572 bis 1945 sowohl als katholische als auch evangelische Kirche. Der Hochmeister des Deutschen Ordens, Ludolf Koenig, erteilte das Stadtrecht für die Rechtstadt, das den Bau einer Kirche vorsah. Der Grundstein für den Tempel wurde am 25. März 1343, während des Festes der Verkündigung des Herrn, gelegt. Die Basilika ist die drittgrößte Backsteinkirche der Welt nach Volumen. Ihr Bau, der in Etappen mit dem Wohlstand der städtischen Glaubensgemeinschaft voranschritt, dauerte 159 Jahre. Das Innere der Kirche bietet Platz für mindestens 20.000 Gläubige, was eher ein Ausdruck des Reichtums der Bewohner als ein tatsächlicher Bedarf zur Zeit ihrer Fertigstellung war, da die Einwohnerzahl Danzigs damals nur doppelt so groß war. Der imposante Bau aus dunkelrotem Backstein überragt die Dächer der Bürgerhäuser, und der massive Glockenturm, der 82 Meter hoch ist, bleibt der höchste Punkt in der Danziger Innenstadt. Zusammen mit den Ecktürmchen bildet dieser Turm ein wichtiges Element der Stadtansicht. Zwischen 1346 und 1502 erbaut, ist die Kirche ein Beispiel für die Backsteingotik, die für die Länder rund um die Ostsee typisch ist. Trotz einer turbulenten Geschichte hat die Basilika ihre historische architektonische Form bewahrt, was durch die Ikonographie, die bis ins 16. Jahrhundert reicht, und die reiche Innenausstattung bestätigt wird. Besonders erwähnenswert sind zahlreiche mittelalterliche Kunstwerke wie der Krönungsaltar der Maria, die Schöne Madonna von Danzig, die Pietà, der Altar der hl. Barbara, die Zehn-Gebote-Tafel sowie neuzeitliche Werke, darunter Gemälde und Epitaphe aus dem 16.–18. Jahrhundert und die berühmte astronomische Uhr.
