Kapelle Mariä Himmelfahrt in Sopot
Die Kapelle Mariä Himmelfahrt in Sopot, früher "Polnische Kapelle" genannt, ist eine neugotische Backsteinkirche, die zwischen 1869 und 1870 auf Initiative der lokalen Katholiken errichtet wurde. Ihr Bau wurde durch die kostenlose Arbeit der lokalen Kaschuben ermöglicht. Sie wurde am 14. August 1870 geweiht und erhielt die Anrufung Mariä Himmelfahrt. Vor dem Zweiten Weltkrieg war die Kapelle ein Treffpunkt sowohl für polnische als auch deutsche Katholiken. Das Innere der Kapelle beherbergt zwei wertvolle Artefakte: eine hölzerne Skulptur des Gekreuzigten aus dem späten 15. Jahrhundert und eine Figur der Gottesmutter aus dem frühen 16. Jahrhundert, die dem Innenraum einen einzigartigen, historischen Charakter verleihen. Die Kapelle diente hauptsächlich den Kaschuben, und im Sommer wurde sie auch von polnischen Urlaubern besucht. Im Jahr 1902 wurde in Sopot eine größere Kirche, die der Muttergottes Stern des Meeres geweiht war, eröffnet, wodurch die Kapelle zu einem intimeren Ort wurde.
