Die St.-Wojciech-Kirche und ihre Geschichte
Die St.-Wojciech-Kirche, gelegen auf dem historischen St.-Wojciech-Hügel, hat ihre Wurzeln im 12. Jahrhundert, als Benediktinermönche aus Mogilno in die Siedlung kamen und hier ein Kloster und die erste Holzkirche errichteten. Bereits im 13. Jahrhundert wurde das Dorf Święty Wojciech erwähnt, das sich um das Kloster entwickelte. In den Jahren 1348–1359 wurde eine gemauerte Kirche errichtet, die im 15. Jahrhundert einen Turm erhielt, der 1680 um einen charakteristischen Fachwerkteil erhöht wurde.
1537 zerstörte ein großer Brand Kirche und Kloster, doch dank der Bemühungen von Bischof Stanisław Karnkowski konnte die Kirche wieder aufgebaut werden. 1575 wurde sie erneut geweiht und 1710 der Kongregation der Missionare vom Heiligen Vinzenz von Paul übergeben. Damals wurden Seitenkapellen angebaut und das Innere der Kirche bereichert. Nach der Aufhebung der Orden durch die preußischen Behörden im Jahr 1818 kam die Kirche erneut unter die Obhut der Diözesanpriester, und die ehemaligen Klostergebäude begannen als Pfarrhaus zu dienen.
Seit 1928 ist die Kirche ein Verehrungsort für die Reliquien des Heiligen Wojciech, die in einer eigens errichteten Kapelle aufbewahrt werden. Der St.-Wojciech-Hügel, auf dem der Heilige nach der Überlieferung lehrte und begraben wurde, ist zu einem Ort jährlicher Wallfahrten geworden. Diese Veranstaltung zieht Pilger an, die in einer Prozession mit den Reliquien von der Marienkirche in Danzig aus aufbrechen, um am feierlichen Gottesdienst auf dem Hügel teilzunehmen.
Derzeit dient die Kirche als diözesanes Heiligtum des Heiligen Wojciech, und 1996 wurde ihre spirituelle Bedeutung durch die Schaffung des Kalvarienbergs des Heiligen Wojciech vervollständigt, der zur Kapelle auf dem Hügel führt.
