Die Markthalle in Danzig

denkmaler

Errichtet gegen Ende des 19. Jahrhunderts, ist sie das einzige erhaltene Gebäude dieser Art in der Stadt, das bis heute seine ursprüngliche Funktion erfüllt. Der Bau der Halle begann im Jahr 1894, und der Architekt Kurt Fehlhaber war für das Design verantwortlich. Die Halle sollte den Straßenhandel in der Rechtstadt und der Altstadt begrenzen. Das Gebäude zeichnet sich durch einen eklektischen Architekturstil aus, der Elemente des Neogotik und der Neorenaissance vereint. Die Fassade mit ihren zahlreichen Türmchen erinnert lose an andere historische Denkmäler in Danzig. Das Innere beherbergte ursprünglich 188 Holzkioske und Stände sowie Verwaltungsbüros, eine Polizeistation und Toiletten. Um das Gebäude herum befanden sich Stände des sogenannten Grünen Marktes. In den 1930er Jahren wurden die Fassadendekorationen vereinfacht und eine Empore entlang der Westwand des Innenraums errichtet. Während des Zweiten Weltkriegs diente das Gebäude als Lebensmittelmagazin, blieb aber weitgehend unbeschädigt. Zwischen 1999 und 2001 wurde die Halle umfangreich renoviert, wobei die Fassaden restauriert und das Innere modernisiert wurde, sodass es einen funktionalen und modernen Charakter erhielt. Während archäologischer Untersuchungen wurden im Untergeschoss Reste der romanischen St.-Nikolaus-Kirche aus dem 12. Jahrhundert entdeckt, die Teil der ehemaligen Handelssiedlung in diesem Gebiet war. Diese wertvollen Relikte des Chores und eines Teils des Kirchenschiffes wurden als unterirdisches archäologisches Museum ausgestellt.

Neben der Halle wurde auch ein gut erhaltenes romanisches Kellergewölbe entdeckt, das laut Wissenschaftlern das älteste erhaltene Gebäude Danzigs ist. Es ist geplant, diese wertvolle Stätte für Besucher zugänglich zu machen.

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