Artushof in Danzig

denkmaler

Die Ursprünge der Artushöfe reichen bis ins Mittelalter zurück. Der Name leitet sich vom legendären keltischen Anführer König Artus ab. Für die Menschen jener Zeit war Artus das Vorbild ritterlicher Tugenden, und der Runde Tisch, an dem er mit seinen tapferen Rittern saß, symbolisierte Gleichheit und Partnerschaft.

Der Name des Gebäudes "curia regis Artus," was "königlicher Hof des Artus" bedeutet und zwischen 1348 und 1350 in Danzig errichtet wurde, erschien erstmals im Jahr 1357. Ein Dokument aus dem Jahr 1358 bezeichnet ihn als "curia sancti Georgi," oder "Hof des Heiligen Georg," und erwähnt andere ähnliche Höfe im Ostseeraum, die sich in Thorn, Culm, Elbing, Braunsberg, Königsberg, Reval, Riga und Stralsund befinden. Der heutige prächtige Bürgerpalast wurde zwischen 1477 und 1481 an der Stelle des ursprünglichen, abgebrannten Gebäudes errichtet. Der Palast diente als Sitz mehrerer Bruderschaften, die die Elite Danzigs versammelten – Vertreter des Patriziats und des wohlhabenden Bürgertums. Handwerkern, Händlern und Lohnarbeitern war der Zutritt strengstens untersagt. Abends versammelten sich hier wohlhabende Kaufleute und ausländische Gäste, die im Voraus für die konsumierten Getränke bezahlten. Die Bankette wurden durch Auftritte von Musikern, Sängern, Seiltänzern und Gauklern bereichert.

Die ursprüngliche gotische Fassade des Gebäudes wurde erstmals 1552 im italienischen Renaissancestil umgebaut. Das Aussehen der Fassade aus jener Zeit ist auf dem Gemälde "Apotheose des Danziger Handels" von Izaak van den Blocke im Rathaus der Rechtstadt zu sehen. Die heutige Fassade des Artushofes, geschaffen von Abraham van den Blocke im Jahr 1617, zeigt in Stein gehauene antike Helden: Scipio Africanus, Themistokles, Camillus und Judas Makkabäus. Darüber befinden sich allegorische Skulpturen der Gerechtigkeit und Stärke, und die Spitze wird von einer Statue der Göttin Fortuna gekrönt. Auf dem Portal platzierten die Danziger goldene Medaillonporträts des polnischen Königs Sigismund III. und seines Sohnes, des Prinzen Władysław IV. Der nördliche Teil der Palastfassade hat seinen gotischen Charakter bewahrt.

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