Ruinen mit Geschichte - Die Bastion Pod Zrębem

denkmaler

Die Bastion Pod Zrębem ist eine der letzten Überreste der einst mächtigen Befestigungsanlagen, die das mittelalterliche Danzig umgaben. Errichtet im Jahr 1487 als krönender Abschluss des Verteidigungssystems der Altstadt, spielte die Bastion zunächst eine Schlüsselrolle bei der Verteidigung der Stadt. Ihre charakteristische halbkreisförmige Form mit einer abgeschnittenen Wand sowie ihr keramisches Kegeldach mit Gauben und einem Schießgang machten sie zu einem erkennbaren Element des Stadtbildes.

Ihren Namen verdankt die Bastion der einzigartigen Form ihres Daches, das einem Zręb ähnelt – einer Konstruktion zum Trocknen von Holz. Im 16. Jahrhundert, mit der Entwicklung der Artillerie, wurde die Bastion umgebaut, was ihre Struktur schwächte. Nach dem Bau neuer Befestigungsanlagen im 17. Jahrhundert verlor sie ihre militärische Bedeutung und diente als Lagerhaus.

Trotz zahlreicher Zerstörungen und des Laufes der Zeit hat die Bastion bis heute überdauert, wenn auch in Ruinen. Aufgrund von Vernachlässigung und mangelnder Instandhaltung kam es in den 1970er Jahren zu erheblichen Einstürzen der Konstruktion. Derzeit vor weiteren Schäden gesichert, ist sie ein wertvolles Zeugnis der reichen Geschichte Danzigs und seiner militärischen Vergangenheit.

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